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Martini-Kirchengemeinde | Die Einrichtung


Mitarbeiter*innen

In der Kindertagesstätte Martini arbeiten derzeit 21 Pädagog*innen, zwei Pädagog*innen für Inklusion, zwei Auszubildende, zwei Hauswirtschaftskräfte, eine Reinigungskraft sowie ein Hausmeister.
Wir verstehen uns als (Lern)-Begleiter*innen und bieten dem Kind grundlegend Geborgenheit, Sicherheit und nehmen alle ihren Belangen ernst. Wir hören den Kindern zu und sind stetiger Ansprechpartner*innen. Jeden Augenblick nehmen die Kinder wahr und lernen. Die Auswirkungen sind uns bewusst und wir sind für die Kinder stetige Vorbilder, die eine wichtige Funktion einnehmen. Die Werte, die wir den Kindern vermitteln, leben wir ihnen auch vor. Behutsam führen wir die Kinder an Rituale, Regeln und Strukturen heran.
Diese Rahmenbedingungen geben dem Kind Orientierung und Sicherheit. Dabei ist uns wichtig, dass die Kinder die Strukturen nachvollziehen können, denn sobald der Mensch versteht, trägt das wesentlich zum Lernen bei. Wir achten auf eine vorbereitete und ordentliche Umgebung mit ansprechenden Materialien, in der das Kind motiviert ist, aktiv tätig zu sein. Das Kind nimmt seine Umwelt aktiv und forschend mit allen Sinnen wahr. Die Freude an der Vermittlung von Neuem und Unbekannten tragen die Pädagog*innen mit und leben dies täglich im Umgang mit den Kindern.
Die Pädagog*innen unterstützen, dass alle Kinder mit ihren individuellen Fähigkeiten, Fertigkeiten und Bedürfnissen am Geschehen teilhaben können. Bei Angeboten werden die Verschiedenartigkeiten der Kinder und der Förderbedarf berücksichtigt.
Die in der Kindertagesstätte tätigen Pädagog*innen sind der Dreh- und Angelpunkt, wenn es darum geht, Inklusion zu verwirklichen. Ihre Persönlichkeit, ihre Haltung, ihre Kenntnisse und ihre Interventionen beeinflussen maßgeblich die Umsetzung und das Gelingen inklusiver Prozesse in der Kindertagesstätte.
Ein förderlicher Rahmen für Inklusion ist zunächst einmal eine Haltung von Pädagog*innen, die Vielfalt anerkennen und als Bereicherung für alle Menschen der Gruppe und für ihr Lernen ansieht. Eine solche Betrachtungsweise erkennt das Recht eines jeden Kindes teilzuhaben und Erfahrungen mit verschiedenen Menschen machen zu können an: mit Jungen und Mädchen unterschiedlichen Alters, mit Kindern, die verschiedene Entwicklungsverläufe, Fähigkeiten, Interessen, Sprachen und andere Merkmale haben. Alle Angebote zielen darauf ab, jedem Kind in der Gruppe Verlässlichkeit und Orientierung zu bieten, seine Teilhabe an Aktivitäten zu sichern und seine Lern- und Entwicklungsprozesse zu unterstützen. Die Pädagog*innen achten auf eine gelebte Gerechtigkeit. Gerechtigkeit ist nicht, wenn jedes Kind das Gleiche bekommt, sondern wenn jeder das bekommt was er braucht. Daher kann eine Gleichbehandlung nur ungerecht sein und führt zu mehr Ungleichheit.
Fachliche Kenntnisse, die in Bezug auf Inklusion bedeutsam sind, betreffen das Wissen der Pädagog*innen über Grundbedürfnisse und Entwicklungsbedingungen von Kindern in den ersten sechs Lebensjahren sowie über kindliche Bildungsprozesse, Individualisierung und Förderung. Insgesamt betrachtet zeigt sich die Rolle der Pädagog*innen in der Kindertagesstätte somit eng verknüpft mit zentralen Aspekten der pädagogischen Arbeit und der Gestaltung inklusiver Prozesse.

Zur Umsetzung einer inklusiven Pädagogik, die alle Kinder einbezieht, gehört die stetige kritische Überprüfung der Lernumgebung. Sie richtet sich nach den Grundwerten der vorurteilsbewussten Erziehung, indem alle Rahmenbedingungen so angepasst werden, dass optimalerweise jede*r ohne fremde Unterstützung gleichberechtigt teilnehmen kann, und umfasst folgende Aspekte:

  • Die Interaktion der Pädagog*innen mit den Kindern
  • Alltägliche Strukturen und Abläufe
  • Pädagogische Angebote
  • Das vorhandene Spiel-Material
  • Die räumliche Gestaltung

Das Team setzt sich aus unterschiedlichen Persönlichkeiten und Berufsspezifikationen zusammen und arbeiten multiprofessionell in unserer Kindertagesstätte.
Das Team, sowie die weiteren an der Förderung der Kinder beteiligten Pädagog*innen beschäftigen sich intensiv und zielgerichtet mit dem inklusiven Ansatz der Pädagogik und setzen dies individuell auf jedes Kind um. Das Gesamtteam hat Kenntnis, durch einen regelmäßigen Austausch, wie z.B. Teamsitzungen, Fallgesprächen, o.Ä., von den individuellen Fähigkeiten der Kinder und dem Auftrag der Fachkraft für Inklusion.
Die Vielfalt der Kinder und der Erwachsenen in unserer Kindertagesstätte wird bewusst wahrgenommen und als wertvolle Bereicherung gesehen. Kinder wie Erwachsene lernen voneinander und miteinander.

„Es ist normal, verschieden zu sein. Es gibt keine Norm für das Menschsein“ 


Richard von Weizsäcker