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Was tun bei … | Beerdigung


Der Tod berührt uns in den Grundfesten unserer Existenz.

Er löst viele, oft sehr unterschiedliche Gefühle aus – gleich, ob uns der Tod eines nahestehenden Menschen berührt oder ob man selbst Abschied vom Leben nehmen muss. Zu trauern ist etwas anderes als traurig zu sein. Trauern ist ein schmerzhafter, vielschichtiger Prozess. Lassen Sie sich dabei die Zeit, die Sie brauchen!

Was ist nach dem Tod zu tun?

Lassen Sie sich Zeit für Ihre Gefühle und ein erstes Begreifen. Manche Menschen halten eine Totenwache. Wenn Sie nicht allein sein möchten, rufen Sie vertraute Menschen an, die bei Ihnen sein können. Nachdem der Tod eingetreten ist, müssen Sie auf jeden Fall Ihren Hausarzt rufen, der den Tod feststellt und einen Totenschein ausstellt. Bei einem Tod in der Nacht können Sie damit bis zum Morgen warten.

Bei einem plötzlichen, unvorhergesehenen Todesfall, kann in der Regel kein natürlicher Tod bescheinigt werden. Dann ermittelt routinemäßig die Polizei, und meistens ist eine Obduktion erforderlich. Dies ist für Angehörige besonders schwierig und begrenzt ihre Rechte und Möglichkeiten. Wenn Sie in dieser Situation einen Notfallseelsorger brauchen, sprechen Sie bitte die Polizei an. 

Begleitung und Unterstützung

Es kann guttun, sich während einer schweren Krankheit oder in einem absehbaren Sterbeprozess durch eine Pastorin oder einen Pastor begleitet zu wissen. Man muss nicht regelmäßiger Kirchgänger sein, um einen Pastor oder eine Pastorin anzurufen. Wann Sie anrufen, liegt ganz in Ihrem Ermessen, wir sind für Sie da, wenn Sie uns brauchen!

Aussegnung

Vielleicht tut es Ihnen auch gut, sich noch einmal Zeit zu nehmen, bevor das Bestattungsunternehmen kommt und der oder die Verstorbene das Haus oder Krankenzimmer für immer verlässt. Sie können sich gerne mit uns über das Gemeindebüro in Kontakt setzen und darum bitten, den oder die Verstorbene zu Hause oder im Krankenhaus auszusegnen und mit Ihnen gemeinsam zu beten. So wird spürbar: Der Mensch ist zwar gestorben, aber er ist und bleibt in Gottes Hand.

Häufige Fragen… und Antworten

Wie läuft der Trauergottesdienst ab?

So verschieden wie Menschen leben, so unterschiedlich sind auch die Möglichkeiten, von Ihnen Abschied zu nehmen. Für den Trauergottesdienst gibt es einen Ablauf mit Gebeten, Liedern, einer Predigt und einem letzten Segen. Sie können mit dem/ der Pfarrer*in gemeinsam überlegen, welche Musik zu dem Verstorbenen passt, was ihm wichtig war in seinem Leben und Sterben, was ihn oder sie ausgemacht hat. 
In der Regel wird der/die Pfarrer*in Sie zu Hause besuchen oder Sie zu einem Gespräch in die Martini-Gemeinde einladen. Vielleicht finden Sie in den Unterlegen einen Tauf- oder Trauspruch oder ein Gedicht oder Lied, das den Verstorbenen charakterisiert. Dann bringen Sie es gerne zu dem Gespräch mit. 

Wie findet das Gespräch mit dem/der Pfarrer*in statt?

Sie müssen dieses Gespräch nicht alleine führen. Eine Schwester, ein Sohn, die Freundin oder ein Nachbar können Ihnen zur Seite stehen und eigene Sichtweisen und Erlebnisse beisteuern.
Auch wenn die Angehörigen der Kirche eher fern stehen, ist es angemessen, einen Verstorbenen kirchlich zu beerdigen, wenn er Christ war. 
Wenn ein Mensch seinem Leben selbst ein Ende gesetzt hat, kann er selbstverständlich kirchlich beerdigt werden. Für die Angehörigen kann gerade dann die seelsorgerische Begleitung eine große Hilfe sein.
Überlegen Sie in Ruhe wo und wann der Trauergottesdienst stattfinden sollte. Das ist in der Friedhofskapelle möglich und auch in unserer Martini-Kirche. Sie können das gerne mit uns besprechen. 

Was kann ich in der Trauer für mich selbst tun?

Gehen Sie freundlich und fürsorglich mit sich und Ihrem Körper um. Nehmen Sie Rücksicht auf sich, Zeit und Ruhe, versuchen Sie zu essen und zu schlafen. Fühlen Sie sich nicht gedrängt zum Beispiel Ihre Wohnung zu verändern, wenn es nicht sein muss. Bitten Sie andere um Hilfe, wenn Sie sie brauchen, und nehmen Sie Hilfe an. 
Sie können sich an den Toten erinnern mit all seinen guten Seiten, seinem Humor und seinen Liebenswürdigkeiten, aber auch mit seinen Unvollkommenheiten und Schwächen.
Haben Sie kein schlechtes Gewissen, wenn Sie einmal ihre Trauer beiseite schieben, weil Sie mit anderem beschäftigt oder gerade glücklich sind. 
Wenden Sie sich gerne an die Martini-Gemeinde. Frau Stöcker und unser Besuchsdienstkreis können Ihnen in der Zeit der Trauer zur Seite stehen.