Am 26. Mai traf sich vor der Stephanus Kirche eine Gruppe kulturbegeisteter, um sich trotz trüben Wetters das Kloster in Corvey anzusehen. Bei munteren Gesprächen wurde die Fahrt angenehm kurzweilig. Schon die Ankunft am sogenannten Residenzhof war sehr beeindruckend. Dank einer guten Führung konnten wir die wechselhafte Geschichte des Klosters, das später auch Schloss wurde kennen lernen. 815 von französischen Mönchen der Abtei Corbie an der Somme ( Nordfrankreich ) im Solling gegründet, wurde es 822 in die Nähe des fränkischen Königshofes Huxori ( Höxter ) verlegt.In der 848 geweihten Klosterkirche befinden sich dank Kaiser Ludwig dem Frommen die Reliquiem des heiligen Märtyrers Stephanus (gehören die nicht nach Bielefeld ?). Das Kloster blühte sehr schnell auf, wurde dann aber durch den Dreißigjährigen Krieg erheblich zerstört.1667 wurde es im barocken Stil wieder aufgebaut, und 1803 säkularisiert. Für einen Rundgang um das Kloster, der auch zum Friedhof führt, auf dem Heinrich Hoffmann von Fallersleben liegt, blieb leider keine Zeit, zumal die angrenzende Weser zu einem reizvollen Spaziergang einlud. Dafür konnten wir aber das Arbeitszimmer von Fallersleben besichtigen, das erst seit kurzem wieder geöffnet ist, und die von ihm geführte Bibliothek, die mehr als 70000 Bände umfasst, und die Herzen aller Literaturfreunde höher schlugen ließ. Kirche und erhaltene Klostergebäude sind sehr beeindruckend und für alle Interessierten sehr zu empfehlen. Über die Sommermonate werden dort viele interessante Kulturveranstaltungen angeboten, so dass eine Fahrt nach Corvey sehr lohnenswert ist.

Dank großer Zustimmung und großer Zufriedenheit zu dieser Fahrt wurde schnell deutlich, dass weitere Angebote gerne angenommen werden, so dass wir überlegen, im Herbst eine weitere hoffentlich interessante Fahrt für kulturell interessierte anzubieten.

Bis dahin grüßen

Irene Baum & Martin Wortmann